Wann wird der DPP Pflicht?
Die Umsetzung erfolgt schrittweise – die Zeit zur Vorbereitung läuft bereits jetzt. Nach Veröffentlichung eines delegierten Rechtsakts verbleiben typischerweise nur 12–18 Monate bis zur Pflicht.
- 2024
ESPR tritt in Kraft
Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 ist seit Juli 2024 gültig und schafft den rechtlichen Rahmen für den Digital Product Passport. Produktspezifische Standards werden 2025–2026 entwickelt.
Grundlage geschaffen - 2025
Arbeitsplan & Normierung
Im April 2025 wurde der erste ESPR-Arbeitsplan veröffentlicht. Die EU-Normierungsorganisationen CEN/CLC/JTC24 erarbeiten acht harmonisierte Standards für Dateninteroperabilität und DPP-Infrastruktur.
Standardisierung läuft - 2026
EU-Registry geht online
Bis Juli 2026 stellt die Europäische Kommission ein zentrales DPP-Register inkl. APIs und Datenaustausch-Systemen bereit. Delegierte Rechtsakte für Textilien und weitere Gruppen werden erwartet – die 18-Monats-Uhr beginnt zu ticken.
Infrastruktur bereit - 2027
Erste DPP-Pflichten – Batterien & Textilien
Ab 18. Februar 2027 ist der Batterie-Pass für Industrie-, Automotive- und portable Batterien verpflichtend. Ab Mitte 2027 folgen Textilien, Schuhe, Stahl/Eisen sowie Reifen und Waschmittel. Produkte ohne DPP dürfen dann nicht mehr auf den EU-Markt.
Pflicht beginnt - 2028
Ausweitung auf weitere Branchen
Stufenweise Erweiterung auf Elektronik & ITK (2028–2029), Bauprodukte (2029–2030), Möbel, Matratzen, Verpackungen, Maschinenbau und weitere Konsumgüter. Lebensmittel und Arzneimittel sind vorerst ausgenommen.
Rollout setzt sich fort