Der Digitale Product Passport kommt.
Sind Sie bereit?
Ab 2027 müssen zahlreiche Produkte auf dem EU-Markt mit einem Digitalen Produktpass ausgestattet sein. Erfahren Sie, was das für Ihr Unternehmen bedeutet – und wie prodexa Sie bei der Umsetzung unterstützt.
Was ist der Digitale Product Passport?
Der Digitale Produktpass (DPP) ist eine strukturierte, maschinenlesbare digitale Identität für physische Produkte – verknüpfbar per QR-Code, NFC- oder RFID-Tag.
📄 Definition
Der DPP bündelt produktbezogene Daten zu Herkunft, eingesetzten Materialien, Umweltwirkungen, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Lebenszyklusinfos. Er ist kein PDF, sondern ein digitales, strukturiertes Datensystem – typischerweise auf Basis von JSON-LD und Schema.org – das auf EU-Infrastruktur bereitgestellt wird.
⚖️ Rechtliche Grundlage
Die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781) ist seit Juli 2024 in Kraft und verpflichtet Hersteller, Importeure und Händler zur Bereitstellung von DPP-Daten. Die Details werden per delegierten Rechtsakten produktgruppenspezifisch geregelt.
🧷 Was wird erfasst?
Materialzusammensetzung und geografische Herkunft, CO₂-Fußabdruck nach Lebenszyklusphase, Recyclinganteil, Reparatur- und Demontageanleitung, Wartungsintervalle, chemische Inhaltsstoffe, Konformitätsnachweise sowie ggf. Sozialdaten (z. B. Arbeitsbedingungen in der Lieferkette).
🎯 Ziel der EU
Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus, Förderung der Kreislaufwirtschaft, Ermöglichung informierter Kaufentscheidungen und Schaffung von Rückverfolgbarkeit für Marktüberwachungsbehörden – direkt abrufbar über den digitalen Datenraum der EU.
Wann wird der DPP Pflicht?
Die Umsetzung erfolgt schrittweise – die Zeit zur Vorbereitung läuft bereits jetzt. Nach Veröffentlichung eines delegierten Rechtsakts verbleiben typischerweise nur 12–18 Monate bis zur Pflicht.
ESPR tritt in Kraft
Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 ist seit Juli 2024 gültig und schafft den rechtlichen Rahmen für den Digital Product Passport. Produktspezifische Standards werden 2025–2026 entwickelt.
Grundlage geschaffenArbeitsplan & Normierung
Im April 2025 wurde der erste ESPR-Arbeitsplan veröffentlicht. Die EU-Normierungsorganisationen CEN/CLC/JTC24 erarbeiten acht harmonisierte Standards für Dateninteroperabilität und DPP-Infrastruktur.
Standardisierung läuftEU-Registry geht online
Bis Juli 2026 stellt die Europäische Kommission ein zentrales DPP-Register inkl. APIs und Datenaustausch-Systemen bereit. Delegierte Rechtsakte für Textilien und weitere Gruppen werden erwartet – die 18-Monats-Uhr beginnt zu ticken.
Infrastruktur bereitErste DPP-Pflichten – Batterien & Textilien
Ab 18. Februar 2027 ist der Batterie-Pass für Industrie-, Automotive- und portable Batterien verpflichtend. Ab Mitte 2027 folgen Textilien, Schuhe, Stahl/Eisen sowie Reifen und Waschmittel. Produkte ohne DPP dürfen dann nicht mehr auf den EU-Markt.
⚠️ Pflicht beginntAusweitung auf weitere Branchen
Stufenweise Erweiterung auf Elektronik & ITK (2028–2029), Bauprodukte (2029–2030), Möbel, Matratzen, Verpackungen, Maschinenbau und weitere Konsumgüter. Lebensmittel und Arzneimittel sind vorerst ausgenommen.
Rollout fortsetzt sichWelche Produktkategorien sind betroffen?
Die Pflicht trifft Hersteller, Importeure und Händler, die Produkte auf dem EU-Markt in Verkehr bringen. Ein früher Start zahlt sich aus und verhindert den Ausschluss aus Lieferketten, den Marktzugang in der EU und mögliche Strafen.
Batterien & Akkus
EV-, Industrie- und portable Batterien > 2 kWh. Ab Feb. 2027 Pflicht per EU-Batterie-Verordnung.
Textilien & Mode
Faserzusammensetzung, chemische Behandlungen, Herkunftsland, Pflegehinweise und Wasserverbrauch.
Stahl & Eisen
Materialzusammensetzung, Recyclinganteil, CO₂-Intensität des Herstellungsprozesses.
Reifen & Waschmittel
Chemische Inhaltsstoffe, Umweltverträglichkeit, Mikroplastikemissionen und Recyclinghinweise.
Elektronik & ITK
Schadstoffinhalte, Ersatzteilversorgung, Reparierbarkeits-Score, Energieeffizienzdaten.
Aluminium
Kritische Rohmaterialien, Sekundärmaterialanteil, geografische Herkunft der Vorprodukte.
Bauprodukte
Separate CPR-Verordnung, digitale Infrastruktur bis 2026/2027, Pflicht ab ca. 2029–2030.
Möbel & Matratzen
Materialinhalte, Schadstofffreiheit, Langlebigkeitshinweise und Demontageleitfäden.
Maschinenbau
Ersatzteilverfügbarkeit, Wartungsintervalle, Sicherheitsdokumentation und Verbrauchswerte.
Warum ein PIM-System die Basis für DPP-Compliance ist
Der Digital Product Passport (DPP) ist kein isoliertes Compliance-Dokument – er ist die strukturierte Summe all Ihrer Produktdaten. Genau hier setzt prodexa an.
Zentrale Datenbasis schaffen
prodexa konsolidiert alle produktrelevanten Informationen – von Materialdaten über Zertifikate bis hin zu Nachhaltigkeitskennzahlen – an einem Ort. Das ist die Voraussetzung für einen validen DPP.
Strukturierte Datenanreicherung
Mit prodexa pflegen Sie Klassifikationen (ETIM, ECLASS, GPC), Maßeinheiten und mehrsprachige Attribute exakt so, wie es EU-Normen und delegierte Rechtsakte fordern – maschinenlesbar und interoperabel.
Lieferkettendaten integrieren
prodexa verbindet Lieferanten-Onboarding mit Ihrer Produktdatenverwaltung. Materialherkunft, Zulieferer-Zertifikate und Konformitätsnachweise fließen direkt in Ihre DPP-Datenstruktur ein.
DPP-Export & Schnittstellen
Über prodexas Export-Engine und API-Schnittstellen lassen sich DPP-Datenpakete in JSON-LD oder anderen geforderten Formaten bereitstellen – ready für das EU-zentrale DPP-Register ab 2026.
Audit-Trail & Versionierung
Jede Datenänderung wird nachvollziehbar protokolliert. prodexa stellt sicher, dass Marktüberwachungsbehörden und Handelspartner stets auf konsistente, aktuelle DPP-Daten zugreifen.
Mehrmarken- & Variantenfähigkeit
Ob Sie 100 oder 100.000 Produkte verwalten, mit Variantenreichen Sortimenten oder mehreren Marken: prodexa skaliert mit Ihren DPP-Anforderungen und unterstützt granulare Varianten auf Artikelebene.
Jetzt DPP-Readiness mit prodexa aufbauen
Die Vorbereitungszeit ist 2025/2026 – wer wartet, bis der delegierte Rechtsakt für seine Branche erscheint, hat oft weniger als 12 Monate. Sprechen Sie jetzt mit unseren Experten.
Was ist ein Digital Product Passport (DPP)?
Der Digital Product Passport (DPP) ist ein digitaler Datensatz, der alle relevanten Informationen zu einem Produkt enthält – z. B. Materialien, Herkunft, CO₂-Fußabdruck und Recyclingfähigkeit. Ziel ist es, Transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu schaffen und nachhaltigere Produkte zu fördern.
Ist der Digital Product Passport verpflichtend?
Ja. Der DPP wird im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) schrittweise verpflichtend eingeführt. Unternehmen müssen künftig für bestimmte Produktgruppen strukturierte Produktdaten bereitstellen.
Ab wann gilt der DPP?
Die Einführung erfolgt schrittweise ab etwa 2027. Erste Produktgruppen (z. B. Batterien, Textilien) werden als erstes reguliert. Bis 2030 wird der DPP voraussichtlich für viele physische Produkte verpflichtend.
Welche Unternehmen sind vom DPP betroffen?
Alle Unternehmen, die physische Produkte in der EU herstellen, importieren oder vertreiben. Besonders betroffen sind: Hersteller, Zulieferer, Händler und Importeure.
Betrifft der DPP auch den Mittelstand?
Ja. Besonders mittelständische Unternehmen sind betroffen, da sie häufig Teil internationaler Lieferketten sind und Daten an größere Unternehmen liefern müssen.
Was passiert, wenn ich keinen DPP bereitstelle?
Ohne DPP kann ein Produkt künftig nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden. Zusätzlich drohen: Ausschluss aus Lieferketten, Probleme im Handel und mögliche Bußgelder.