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"Widerstandsfähigkeit: Ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Einzelhandel"

Einführung: Der (elektronische) Einzelhandel ist in ständiger Bewegung und verändert sich stetig weiter durch verschiedene Umweltfaktoren, die vom Unternehmen selbst nur kaum beeinflusst werden können. Um sich auch langfristig an dieses verändernde Umfeld anpassen zu können, ist „Widerstandsfähigkeit“ eine notwendige Unternehmenseigenschaft.

Es heißt oft, dass die besten Geschäftsmodelle die widerstandsfähigsten sind. Doch was führt eigentlich zu Widerstandsfähigkeit in der Wirtschaft? Laut Ron Willingham, dem Autor des Buches “Integrity Selling for the 21st Century”, ist die Widerstandsfähigkeit eine unverzichtbare Eigenschaft für eine dauerhaft konsistente und nahtlose Customer Journey. Es handelt sich dabei um die Eigenschaft, die es Unternehmen ermöglicht, sich von schwierigen Umweltfaktoren in harten Zeiten schnell zu erholen. Diese Umweltfaktoren können politisch-rechtlicher, ökonomischer, technologischer oder gesellschaftlicher Natur sein. Diese Makro-Umwelt beeinflusst die Entwicklung eines Unternehmens erheblich, kann jedoch umgekehrt nur sehr wenig oder gar nicht vom Unternehmen beeinflusst werden.

„Organizations need to reimagine both the workforce and work design to be resilient — and to able to sense and respond to change, repeatedly and at scale.“

Quelle: Gartner, Jordan Bryan (2020)

Nachgehend wird am Beispiel der Corona-Pandemie erläutert, wie Unternehmen aus dem Einzelhandel frühzeitig eine Widerstandsfähigkeit erschaffen haben, um auch in dieser herausfordernden Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf den Einzelhandel?

Unbestritten ist der Einzelhandel eine der Branchen, die am stärksten von der Pandemie betroffen war. Ein Großteil des Einzelhandels hatte sich jedoch bereits vor Ausbruch der Pandemie auf die Digitalisierung eingestellt, wodurch dieser Umweltfaktor für viele Unternehmen eher als Beschleuniger für ihr Digitalisierungsvorhaben fungierte. 

“70-80% der B2B-Entscheidungsträger bevorzugen menschliche Interaktionen aus der Ferne oder digitalen "Self-Service" anstelle von persönlichen Interaktionen und geben als Hauptgründe dafür an, dass die Zeitplanung einfacher ist, Reisekosten gespart werden und die Effizienz steigt.”

Quelle: McKinsey, Umfrage „German B2B decision maker response to COVID-19 Crisis“ (2020)

Unternehmen, die ein starkes und gut ausgebautes Vertriebs- und Logistik-Management aufbauen wollen, müssen ihre eCommerce-Plattformen weiterentwickeln und ihre Kunden persönlich erreichen. Hier kommt Product Information Management (PIM) ins Spiel. Um ein durchgehend kundenzentriertes Geschäftsmodell aufzubauen, müssen relevante und konsistente Produktinformationen in der gesamten Wertschöpfungskette bereitgestellt werden. Ein PIM-System unterstützt Unternehmen dabei, Produktdaten zu vervollständigen, anzureichern, anzupassen und sie für die unterschiedlichen Interessensgruppen an die richtigen Kanäle zu verteilen. Ein PIM-System stellt somit sicher, dass Produktinformationen plattformspezifisch und nahezu in Echtzeit abgerufen werden, sodass sich auch kleine und mittlere Hersteller und Händler gegenüber großen Konzernen wie Amazon, ebay, Otto und co. behaupten können. 

Die Digitalisierung macht den physischen Kontakt im Handel zunehmend überflüssig, und wir als Käufer erwarten, dass unsere Bestellungen innerhalb von Stunden eintreffen oder unsere Fragen in Sekundenschnelle beantwortet werden. Außerdem sind wir in das Zeitalter des “kontaktlosen” Einkaufens eingetreten, das das Verhalten der Kunden bahnbrechend verändert. Unternehmen, die mit den aktuellen digitalen Veränderungen Schritt halten wollen, müssen Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit als vorrangige Fähigkeiten für ihr Geschäftsmodell berücksichtigen.

Wie kann PIM Händlern Sicherheit bieten?

Auch wenn das Thema „Digitalisierung“ für einige Marktbestreiter vor der Pandemie nur ein “nice to have” war oder eine “Booster”-Funktion hatte, so ist sie heute das A und O für Unternehmen – und zwar branchen- und abteilungsübergreifend, entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

„Laut einer Umfrage ist das populärste digitale Projekt, das bereits im Gange ist, um die operative Stabilität aufrechtzuerhalten, die Beschleunigung der digitalen Transformation. Im Fokus liegt dabei die Zentralisierung und somit die Bekämpfung von Datensilos. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ein Projekt mit diesem Zielvorhaben bereits im Gange sei. Darüber hinaus planen knapp 30 Prozent der Befragten die Umsetzung eines solchen Projekts in naher Zukunft.“

Quelle: Statista, Digital Transformation of Business Services (2020)

Handelsunternehmen verfügen über komplexe Arbeitsumgebungen, geprägt von unterschiedlichen Informationsprozessen (RFI, REFQ, RFP, etc.). Die manuelle Bearbeitung der vorhandenen Produktdaten in Silos und Excel-Tabellen führt daher zu Mängeln und inkonsistenten Strukturen im Vergleich zur Bearbeitung mit einer PIM-Software. Um Kunden durch maßgeschneiderte oder spezifische Empfehlungen die Kaufentscheidung zu erleichtern, wird die Verantwortung der Hersteller und Händler bei den verschiedenen Arten und unzähligen Mengen von Produkten und deren Ersatzteilen immer größer. Damit wird ein gut gestalteter und mit konsistenten Produktdaten ausgestatteter digitaler Produktkatalog zum wichtigsten Werkzeug für den Händler. Eine Software für das Produktinformationsmanagement bietet die Möglichkeit, diese Produktdaten inkl. aller relevanten Attribute in einer einzigen Datenquelle zu verwalten, um die gesamte Datenstruktur des Unternehmens zu stärken.

Der Nutzen von PIM für Händler

  • Besser informierte Kunden: Kunden greifen auf korrekte und aktuelle Produktinformationen zu, die eine bessere Kaufentscheidung ermöglichen. In diesem Zusammenhang verbessern reichhaltige Produktinformationen auch signifikant die Konversionsraten und reduzieren gleichzeitig die Retourenquoten.
  • Kürzere Kaufprozesse: Eine personalisierte Navigation durch das gesamte Produktsortiment, Online-Assistenten, kontaktlose Angebote wie Selbstbedienungskassen oder Online-Bezahlsysteme, werden die Kunden dazu ermutigen, unabhängig von Ort und Zeit einzukaufen.   
  • Verbessertes Kundenerlebnis: Die verbesserte Sichtbarkeit in Suchmaschinen und Marktplätzen, personalisierte Angebote, sowie die schnelle Bearbeitung von Kundenanfragen zu Produkten, sorgen für ein besseres Kundenerlebnis entlang der Customer Journey. Relevante Produktempfehlungen schöpfen zudem Cross- und Upselling-Potenziale komplett aus.
  • Tadellose Omnichannel-Erfahrung: PIM ermöglicht Händlern ein konsistentes Omnichannel-Erlebnis, das die Zugänglichkeit von Produkten über jeden Kanal, jede Plattform und jedes Endgerät ermöglicht. Digitale Medien wie Bilder, Videos oder 3D-Visualisierungen werden ebenfalls für jeden Kanal im richtigen Format bereitgestellt. 
  • Erhöhtes Kundenvertrauen: In Zeiten der Pandemie war der Aufbau von Vertrauen beim Kunden eine große Herausforderung, da die Kundenkontakte online und ohne physische Interaktion stattfinden. Daher ist der Produktinhalt das Wichtigste, um Vertrauen aufzubauen. Die Angabe von aktuellen Lagerbestandszahlen oder Versand- und Lieferzeiten für das Produkt sind genauso wichtig wie das Produkt und dessen Beschreibung selbst.

Ein PIM-System ist das wichtigste Instrument für Händler, die durch die Verbesserung ihrer Produktdaten kürzere Produkteinführungszeiten und ein durchgehend nahtloses und konsistentes Produkterlebnis anstreben. Aber welches Softwaremodell eignet sich für ein Handelsunternehmen am besten? 

On-Premise PIM

„On-Premise PIM“ ist das Softwaremodell, das sich physisch vor Ort befindet, im Rahmen einer Lizenz erworben und auf den Servern des Unternehmens geführt, gespeichert und verwaltet wird. So kann der Einzelhändler die volle Verantwortung für die Aufrechterhaltung und Integration der Daten selbst übernehmen. 

Cloud PIM

„Cloud-PIM“ ist ein Softwaremodell, das keine Installation oder Bereitstellung erfordert. Es enthält die PIM-Software in der Cloud, die vom Anbieter außerhalb des Standorts gehostet wird. Noch wichtiger ist, dass es nicht nur Integrationskosten spart, sondern auch eine höhere Ausfallsicherheit bietet. Mit ihren anpassbaren und dynamischen Funktionen, sind Cloud-PIM-Systeme sicherer und von Einzelhändlern vorzuziehen. 

Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihre PIM-Reise zu beginnen, werden unsere Experten Sie dabei gerne unterstützen, Ihr Handelsgeschäft widerstandsfähig und zukunftssicher aufzustellen. Kontaktieren Sie uns gerne für eine unverbindliche Online-Demo und lernen Sie die Vorteile unseres PIM-Systems für Ihre Branche und Geschäftsmodell kennen. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob ein PIM-System Ihr Unternehmen weiterbringt, empfehlen wir Ihnen außerdem unseren Beitrag „Ab wann benötigen Unternehmen ein PIM-System“. Hier werden diverse Herausforderungen aus dem Tagesgeschäft beschrieben, bei denen ein PIM-System konkret Abhilfe schafft.

Weitere Beiträge:

Wie Digital Asset Management Ihr Video-Marketing revolutioniert

Immer mehr Unternehmen setzen auf Videomarketing als Teil ihrer digitalen Marketingstrategie. Zurecht, wie sich zeigt. Doch wie lassen sich die zunehmenden Anforderungen an multimedialen Inhalten erfolgreich meistern? Und wie können die zunehmenden Datenmengen erfolgreich verwaltet werden?

Was ist der Return of Experience Werden Sie zum ROX-Star!

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Neben dem ROI (Return of Investment), ist der ROX (Return of Experience) eine Kennzahl, die im E-Commerce eine große Rolle spielen sollte. Die Customer Experience entscheidet über Up- oder Cross-Selling und auch über die Bewertungen nach dem Kauf. Die direkte Verknüpfung zwischen der Kundenwahrnehmung, dem Kundenerlebnis und den tatsächlichen Verhaltensänderungen wird durch den ROX quantifiziert. Das Engagement der Mitarbeiter in den Serviceabteilungen der Unternehmen fließt ebenso in die Betrachtung des ROX ein. Ein PIM hilft dabei, die beste Datenqualität an allen Touchpoints zu liefern.

Mit einem PIM-System erfolgreich in die digitale Transformation 

Ein Product Information Management System (PIM) erleichtert die Digitalisierung von Produktdaten enorm und schafft Platz für andere Projekte. Eine gewagte These? Ja! Wir wissen, wie es wirklich geht und erklären in diesem Beitrag wie die Transformation gelingt.
Digitaler Wandel bedeutet, insbesondere für herstellende Unternehmen, den richtige Umgang mit Produktinformationen. Mit einem PIM-System werden Arbeitsabläufe vereinfacht und Informationen stehen zentral zur Verfügung.

Höhere Rankings mittels Product Listing Optimization

Wir alle wissen, dass SEO für den Erfolg eines Produkts unerlässlich ist. Aber auch die Product Listing Optimization (PLO) trägt maßgeblich zum Vermarktungserfolg eines Produkts bei. Sie ermöglicht es, den Produktinhalt an den Algorithmus der verschiedenen Kanäle anzupassen, um nachhaltig bessere Platzierungen zu erzielen.

Quick Commerce – der neue Trend für den Online-Handel

Nach E-Commerce kommt Q-Commerce. Bei Quick-Commerce (Q-Commerce) dreht sich alles um die Geschwindigkeit und darum, das beste Kundenerlebnis zu liefern. Und das innerhalb kürzester Zeit. Der Markt wächst rasant, momentan sind es hauptsächlich Lebensmittel, Medikamente sind jedoch das nächste Quick-Commerce-Segment.

Branchenübergreifende Vorteile und Nutzen von PIM

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