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"ROI in PIM-Projekten"

Einführung: Aufgrund der zunehmenden Anforderungen an Produktdaten werden PIM-Systeme immer beliebter. Da für Projektverantwortliche vor der Einführung eines PIM-Systems neben Nutzenargumenten vor allem auch betriebswirtschaftliche Argumente relevant sind, soll im Folgenden der Return on Investment von PIM-Systemen näher betrachtet werden.

Welchen Beitrag kann ein PIM-System zum Unternehmenserfolg leisten?

Die Zahl der Unternehmen, die den Nutzen und die Vorteile von PIM-Lösungen erkennen, steigt von Tag zu Tag an:

“The global PIM market size is expected to grow from USD 9.0 billion in 2020 to USD 16.0 billion by 2025, at a Compound Annual Growth Rate (CAGR) of 12.2% the forecast period. The major factors driving the growth of the PIM industry include rising demand for PIM solution from flourishing eCommerce industry and increasing need to offering enhanced customer services.”

Source: MarketsandMarkets: PIM Market Research, 2020

Bevor ein neues PIM-Projekt im Unternehmen umgesetzt wird, stellen sich Budgetverantwortliche dennoch die wichtigste Frage: “Mit welchem Return of Investment können wir rechnen?”. In diesem Zusammenhang werfen wir einen Blick darauf, wie Unternehmen mittel- bis langfristig durch die Investition in eine PIM-Software profitieren können.

PIM ROI #1: Verbesserte Konversionsraten

Hersteller und Händler, die über ein PIM-System verfügen, sind in der Lage, ihre Kunden und Interessenten auf den unterschiedlichen Kommunikations- und Vertriebskanälen mit aktuellen, vollständigen und korrekten Produktinformationen zu versorgen. Dadurch erleichtern sie ihrer Zielgruppe den Informations- und Kaufentscheidungsprozess. Dies ist vor allem in Zeiten einer nahezu vollkommenen Markttransparenz, in der eine Differenzierung ausschließlich über den Preis oder die Qualität immer schwieriger wird, enorm wichtig. Ein günstiger Preis und eine hohe Qualität reichen heute nicht mehr aus, um bestehende Kunden zu binden und neue Kunden zu akquirieren. Allumfassende Produktinformationen können daher einen signifikanten Wettbewerbsvorteil liefern.

„Über 74% der Einkäufer kaufen bei dem Händler ein, der ihnen zuerst einen Mehrwert bietet“.

Quelle: IDG Communications Inc., 2018

Je besser die Produktinformationen in der Customer Journey sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Interessent eine fundierte Kaufentscheidung treffen kann und zum Kunden konvertiert. Gleichzeitig verkürzen gute Produktinformationen den Kaufentscheidungsprozess.

PIM ROI #2: Niedrige Retourenquoten

Leider denken viele Unternehmen, speziell im Handel, immer noch zu opportunistisch. Für sie zählt der kurzfristige Erfolg, wodurch der Fokus ausschließlich auf dem Umsatz liegt. Was aber passiert nach dem Kauf eines Produktes? Was ist, wenn Kunden mit einem Produkt nicht zufrieden sind oder wenn sie aufgrund falscher und irrelevanter Produktinformationen in den Produktbeschreibungen ein völlig anderes Produkt erhalten haben, als sie erwartet hatten? Die Retourenquote spiegelt in gewisser Weise die Zuverlässigkeit der Produktinformationen in der Produktkommunikation wider. Wenn Kunden nicht zufrieden mit einem Produkt sind, werden sie dieses zurückgeben und ihre schlechten Erfahrungen ggf. sogar mit anderen potentiellen Käufern teilen, was sich negativ auf das Branding und den Umsatz auswirkt. Schließlich wissen wir alle, dass Menschen negative Erfahrungen bis zu 7-mal häufiger mit ihren Mitmenschen teilen, als positive Erfahrungen. In vielen Fällen ist es offensichtlich, dass sich die Retourenquote minimieren lässt, wenn Unternehmen ihren Kunden die relevanten Produktinformationen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort übermitteln.

Einer Umfrage zu den Beweggründen für die Retouren im E-Commerce zufolge, erfolgen über 26% der Retouren aufgrund fehlerhafter Bildbeschreibungen. Über 22% der Retouren erfolgen aufgrund nicht korrekter Funktionsbeschreibungen.

Quelle: Statista „Umfrage zu Retouren im E-Commerce in Deutschland“ 2020

PIM ROI #3: Zeitersparnisse im Tagesgeschäft

Zeit ist Geld. Entsprechend wertvoll sind die Zeitersparnisse, die ein PIM-System im Marketing, Vertrieb und in der Administration realisiert, indem es Produktinformationen automatisiert sammelt, anreichert, überprüft und an die relevanten Kanäle verteilt. Die nachfolgenden Fragestellungen demonstrieren das enorme Potenzial für Zeitersparnisse durch ein PIM-System und bei welchen typischen Aufgabenstellungen im Tagesgeschäft dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann:

  • Wie viel Zeit wird für das Hinzufügen neuer Produkte aufgewendet?
  • Wie viel Zeit wird benötigt, um die bestehenden Produktinformationen auf dem aktuellen Stand zu halten? Denken Sie dabei an Aktivitäten wie Mutationen von Produkteigenschaften, abgelaufene Artikel, Angabe mehrerer Sprachen und Beziehungen zwischen Produkten.
  • Wie viel Zeit wenden Sie für die Pflege begleitender Mediendaten von Lieferanten auf?
  • Wie viel Zeit wird für die Eingabe von kundenspezifischen Informationen benötigt?
  • Wie viel Zeit und Kosten sind mit der Übersetzung der Produktinformationen verbunden?
  • Wie viel Zeit verbringt das Backoffice mit der Beantwortung von Fragen zu Produktinformationen?
  • Wie viel Zeit verbringen Sie damit, Ihr Online-Angebot (Website, Onlineshop, Marktplätze, etc.) aktuell zu halten?
  • Wie hoch sind die Produktionskosten für den Katalog (Datenpflege, Layout, Kontrollzeit, Korrekturen) und wie hoch ist die Vorlaufzeit für die Erstellung des Katalogs?
  • Wie hoch ist der Zeitaufwand für die korrekte Bereitstellung von Informationen an Kunden und externe Datenpools?

Laut einer Expertenbefragung kann der Aufwand für die allgemeine Pflege von Produktdaten mittels PIM-System um ca. 50% reduziert werden. Zudem werden bis zu 70 % Zeitersparnis bei der Übersetzung von Produktinformationen und bis zu bis 100 % weniger Email-Verkehr zur Freigabe und Erfassung von Mediendaten realisiert.

Quelle: Data-Talks, „How PIM & MDM Boosts eCommerce KPIs”, 2020

PIM ROI #4: Verkürzung Time-To-Market

Die meisten Hersteller und Händler sind auf einem dynamischen Markt tätig, auf dem sich sowohl die Entwicklung als auch die Kunden schnell bewegen. Daher ist die Markteinführungszeit ein entscheidender Wettbewerbsparameter. Hat das neue Produkt den Sprung in die Produktion geschafft und steht endlich kurz vor der Markteinführung, müssen alle Register im Marketing und Vertrieb gezogen werden – und das schnell. Branchenübergreifend dauert die Vermarktung eines neuen Produktes ohne ein PIM-System (abhängig von der Anzahl der Vertriebskanäle) durchschnittlich sechs bis acht Wochen, da ein hoher personeller Aufwand von Nöten ist. Bei Unternehmen, die auf vielen internationalen Märkten agieren, steigt der Aufwand für die Vermarktung zusätzlich an.

Ein PIM-System optimiert die Markteinführungszeit, indem es den Weg von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Marketing und Vertrieb rationalisiert. In einem PIM-System arbeiten mehrere Abteilungen gleichzeitig an einem Produkt. So kann das Marketing z.B. mit der Katalogproduktion oder der Erstellung von Landingpages beginnen, obwohl noch nicht alle Produktdetails bekannt sind. Wenn das Produktmanagement wichtige Informationen in der zentralen Datenbank aktualisiert, werden diese Informationen auch im Entwurf des Zielmediums aktualisiert. Gleichzeitig automatisiert ein PIM-System auch das Übersetzungsmanagement von Produktinformationen, z.B. durch die nahtlose Kollaboration mit Übersetzungsagenturen oder mittels nahtloser Integration von Übersetzungstools.

„Im Retail beschleunigt ein PIM-System die Einführung eines neuen Produktes um bis zu 400%.“

Quelle: Data-Talks, „How PIM & MDM Boosts eCommerce KPIs”, 2020

Ebenfalls unterstützt ein PIM-System Händler dabei ihre Produktpalette konstant auszubauen, indem es seinen Lieferanten eine geschützte und intuitive Umgebung bietet, um Produktdaten und Preislisten in Eigenregie zu verwalten. Händlern stehen dadurch neue Produktinformationen schneller zur Verfügung, welche sie automatisiert in ihre Produktkataloge berücksichtigen können. Durch die Definition von Qualitätskriterien lässt sich die Pflege und Qualitätssicherung der Produktdaten beim Lieferanten einfach steuern, ohne Qualitätsverluste befürchten zu müssen. Die automatisierte Katalogerfassung via einfacher Import- und Mapping-Workflows reduziert die Zeit für die Katalogproduktion um bis zu 75 %, da der manuelle Aufwand für Datenpflege, Layout, Korrekturen usw. entfällt.

Fazit

Die Anforderungen an Produktinformationen steigen mit der Anzahl der zu bedienenden Kanäle, den kürzeren Produktlebenszyklen und der Internationalisierung drastisch an. Gerade im E-Commerce kann die Verwaltung und Verteilung von Produktdaten zu einem echten Stolperstein werden. Analysiert man die Zeit- und Kosteneinsparungen bei der Datenverarbeitung näher, wird schnell klar, dass sich die Einführung eines PIM-Systems für Hersteller und größere Händler bereits kurz- bis mittelfristig lohnt. Gerne demonstrieren Ihnen unsere Experten in einer unverbindlichen Online-Demo auf Basis praktischer Beispiele mit einem ähnlichen Anforderungsprofil, wie sich die Investition in ein PIM-System für Ihr Geschäftsmodell amortisiert.

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