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"PIM als sinnvolle Ergänzung zu ERP-Systemen"

Einführung: ERP-Systeme zählen seit jeher zu den unverzichtbaren Werkzeugen für Unternehmen in der Industrie und im Handel. Doch auch diese Systeme stoßen zunehmend an ihre Grenzen, vor allem im Bereich der Datenverwaltung. Genau hier setzt PIM-Software an und wappnet Unternehmen für die neuen digitalen Herausforderungen des Marktes.

Product Information Management (PIM) spielt bei der effizienten Handhabung von Produktinformationen im digitalen Zeitalter eine immer wichtigere Rolle. Datenbestände von immer größer werdenden Produktkatalogen lassen sich hiermit vollständig erfassen und zentral verwalten. Viele Unternehmen setzen hingegen bei der Organisation von Geschäftsprozessen schon länger auf bewährte ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning). Das wirft nun die Frage auf, wie sich PIM sinnvoll und nahtlos an solche bestehenden Lösungen anknüpfen lässt.

Während eine PIM-Software darauf abzielt, Produktinformationen wie Artikelnummern, Mengeneinheiten oder auch Bildmaterial von Produkten zu verwalten, können mit einem ERP-System Geschäftsinformationen des Unternehmens gesammelt und der Produktbestand sowie Preise, Buchhaltung und das Personalwesen gesteuert werden.  Die Systeme übernehmen somit unterschiedliche Aufgabentypen. (Leseempfehlung: Eine detaillierte Differenzierung beider Systeme finden Sie hier).  

Eine Besonderheit von PIM-Lösungen liegt in der Erfassung von Produktdaten aus vielen verschiedenen Datensilos. Diese werden schließlich zu einer einzigen zentralen Quelle („Single Source of Truth“) zusammengeführt und von dort aus konsistent und vollständig an eine Vielzahl von Kanälen ausgegeben.  Die Hypothese, dass die Verwaltung von Produkten ausschließlich Teil des ERP-Systems wäre, ist somit heute durch die zahlreichen Vorteile einer ergänzenden PIM-Software nicht mehr haltbar.

„The Global Product Information Management (PIM) Market size is expected to reach $17 billion by 2026, rising at a market growth of 11.4% CAGR during the forecast period.”

Quelle: KBV Research, PIM Market, 2021

Die Notwendigkeit einer PIM-Lösung wird besonders dort erkennbar, wo ERP-Systeme mit ihrem Funktionsumfang an ihre Grenzen stoßen und die Basisfunktionen von PIM-Software ansetzen. Zwar eignen sich ERP-Systeme für komplexe, benutzergesteuerte Geschäftsvorgänge wie Bestellvorgang, Fertigungsprozesse oder logistische Aufgaben, sie sind jedoch nicht dafür konzipiert Produktdaten von individuellen Produkten in Gänze zu erfassen und über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu verwalten. Im direkten Vergleich des Funktionsspektrums wird das besonders deutlich:   

ERP-Grundfunktionen

  • Bestands- und Lieferverfolgung / Auftragsabwicklung oder Supply Chain Management
  • Verfolgung des Kundenverhaltens und der Customer Journey / CRM 
  • Buchhaltung
  • Verwaltung kundenbezogener Daten
  • Projektverwaltung

PIM-Grundfunktionen

  • Hochwertige digitale Assets bereitstellen 
  • Verkaufsinformationen / Feedback und Bewertungen einbeziehen 
  • Kanalspezifische Informationen erfassen und ausgeben
  • Gemeinsame Nutzung von Daten über mehrere Kanäle 
  • Sammeln und Verwalten von Produktspezifikationen


Die wesentliche Erkenntnis besteht nun darin, PIM-Software als Folgekomponente eines ERP-Systems zu verstehen. Denn obwohl Letzteres durchaus zuverlässig in der Lage ist, bestimmte Touchpoints zu bedienen, besteht gleichzeitig eine ganze Reihe von Blindspots, an denen ein PIM-System optimal ansetzt. Das zeichnet sich insbesondere im Wettbewerb mit Konkurrenten ab, die mit sehr ähnlichen Produkten in den eigenen Markt vordringen (hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit PIM langfristig Wettbewerbsvorteile ausbauen). Eine einfache, allgemeine Produktbeschreibung allein reicht heutzutage längst nicht mehr aus, um die Aufmerksamkeit von Kunden auf sich zu lenken und höhere Rankings in den Suchergebnissen zu erzielen. Die qualitative Aufwertung von Produktdaten durch ein integriertes PIM schafft hier Abhilfe. 

„The information for a quality product experience requires the right technology, which we currently do not find in the traditional ERP or CRM applications (…). It is important that an organization make investments into supporting product experience management that uses an automated and intelligent PIM approach to optimize priorities and resources, simplifying the execution of product-related tasks and activities to improve outcomes.“

Quelle: Ventana Research, Product Information Management Value Index 2021

Welche Vorteile ergeben sich nun durch die Integration von ERP- und PIM-Systemen?

Vollständige Datenkontrolle: Die Kombination aus ERP-System und PIM-Software ermöglicht es, Produktdaten und -bestände, Bestellungen, unternehmensbezogene Daten, usw. von einer einzigen Quelle aus zu verwalten. Es ermöglicht den zuständigen Teams den Inhalt zu sichten und ihn entsprechend über vorhandene Multichannel-Kanäle auszuspielen, z.B. Amazon, Google Shopping, ebay und andere Marktplätze (auch B2B). Redundante Aufgaben und der damit verbundene Zeitaufwand werden durch die Automatisierung minimiert, was Zeit und Kosten spart.

Effizientes Data-Sharing: Das Senden von Produktdaten an Einzelhändler, Distributoren oder Großhändler ist zweifellos ein stressiger Prozess. Für Unternehmen, die hierbei nur auf ein ERP-System setzen, ist die Weitergabe dieser Daten nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Mit einer PIM-Software können Brand Manager sicherstellen, dass ihren Kunden stets korrekte, vollständige und aussagekräftige Produktdaten zur Verfügung gestellt werden. So kann nicht nur eine größere Menge an Daten mit den Stakeholdern ausgetauscht, sondern auch die Zusammenarbeit über die Vertriebs- und Marketingkanäle erleichtert werden.

Mehr Kanäle, mehr Umsatz: Ob kleine oder große Unternehmen – ohne PIM ist die Syndizierung von Produktinhalten über mehrere Kanäle eine der größten Schwierigkeiten für Unternehmen mit einem Multichannel-Geschäftsmodell. Mehr noch, die meisten kleinen Unternehmen können nur auf einem einzigen Vertriebskanal agieren, obwohl die Sichtbarkeit auf dem Markt einer der wichtigsten Aspekte ist, um die eigene Marktposition zu sichern und neue Kunden zu gewinnen. Meistens nehmen die Kunden entweder gar nicht wahr, dass es das Unternehmen überhaupt gibt, oder sie überfliegen es nur und wenden sich dann der Konkurrenz zu. In diesem Fall können Sie mit einem PIM-System die benötigten Produktdaten vollständig, hochqualitativ und konsistent über alle erforderlichen Vertriebs- und Verkaufskanäle bereitstellen.

Fazit

Die Welt des E-Commerce verändert sich rasend schnell und schafft neue Herausforderungen für alle Unternehmen, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig auf dem Markt agieren möchten. Daher müssen Vertriebs- und Marketing-Manager nun handeln und über die wesentlichen E-Commerce-Tools verfügen, um sämtliche Verkaufsprozesse effizient zu steuern und für ihre Kunden ein einzigartiges Produkterlebnis zu schaffen. Das Implementieren eines ERP-Systems allein wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Erst in Kombination mit einer optimal integrierbaren PIM-Software lässt sich der Erfolgsweg im E-Commerce ebnen. Die Kunden sollen schließlich entlang ihrer gesamten Customer Journey mit hochqualitativen Produktdaten angeregt, die Sichtbarkeit durch optimierte Assets in den Sucherergebnissen verbessert und ein benutzerfreundlicher Online-Shop bereitgestellt werden. 

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